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Pi Network startet 3 Produkte am Pi2Day: Neuer Nutzen für PI Coin?

Die drei neuen Produkte im Überblick

Das Pi Core Team stellte die Neuheiten in einem Pi2Day-Blogbeitrag vor. Das Hauptprodukt ist SoloHost, ein Framework, mit dem Entwickler Apps listen können, die lokale Künstliche Intelligenz direkt auf dem Computer eines Nutzers ausführen. Eine Demo-App namens Hermes läuft dabei kostenlos auf dem Gerät des Nutzers. Ein Mechanismus, der die besten rund 100 Node-Betreiber und Anbieter von verteiltem Rechnen in PI entlohnen soll, befindet sich noch in der Entwicklung. SoloHost verzichtet zudem auf eine App-Überprüfung und funktioniert als offenes, erlaubnisfreies Verzeichnis.

Pi Sign-in ist eine Login-Funktion für Drittanbieter, die als erste Version veröffentlicht wurde. Sie funktioniert ähnlich wie die Anmeldung über Google oder Apple und soll die Nutzung vereinfachen. Ein direkter Einsatz von PI-Token ist dabei nicht erforderlich. Kryptobörsen wie Kraken testen vergleichbare Lösungen zur Identitätsverifizierung bereits für ähnliche Anwendungsfälle.

Die Ausnahme unter den drei Produkten ist PiVerify. Das Tool öffnet Pis Identitätsprüfungen, die bislang bei mehr als 18 Millionen Menschen eingesetzt wurden, für externe Kunden aus dem Fintech- und Web3-Bereich. Diese Kunden zahlen für den Dienst in PI. Damit schafft PiVerify als einziges der drei Produkte eine klar messbare neue Nachfrage nach dem Token. Gleichzeitig tritt Pi Network damit in einen bereits dicht besetzten Markt ein, in dem etablierte Anbieter wie Sumsub und Jumio sowie das auf Proof-of-Personhood ausgerichtete Worldcoin (WLD) bereits aktiv sind.

Kaum reale Tokennachfrage trotz neuer Funktionen

Das Pi Core Team erklärte, die drei Veröffentlichungen würden Pis Dienste auf Unternehmen und Entwickler außerhalb des Pi-Ökosystems ausweiten und diese einladen, dem Netzwerk beizutreten. Kritisch betrachtet gilt jedoch: Zwei der drei Produkte benötigen den PI-Token für ihren Betrieb nicht. Nur PiVerify und der noch unfertige Rechenmarkt von SoloHost leiten echtes Geld durch den Token. Solange externe Kunden PiVerify nicht in nennenswertem Umfang nutzen, bleibt die tatsächliche Nachfrage gering.

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Anhaltender Verkaufsdruck durch wachsendes Angebot

Das eigentliche Problem für den PI-Kurs liegt auf der Angebotsseite. Das tägliche Handelsvolumen liegt bei rund 14 Millionen US-Dollar, die Marktkapitalisierung beträgt etwa 1,27 Milliarden US-Dollar. Die im Umlauf befindliche Menge steigt kontinuierlich in Richtung einer Gesamtobergrenze von 100 Milliarden Token. Rund 5,8 Milliarden PI wurden bereits ausgegeben, werden aber noch nicht gehandelt. Dieser stetig wachsende Angebotsüberhang belastet den Kurs auf eine Weise, die einzelne Produktankündigungen nicht ausgleichen können. Für PI-Inhaber bleibt die entscheidende Frage offen: Schaffen die neuen Produkte echte und zeitnahe Nachfrage nach dem Token, oder nur das Potenzial dafür zu einem späteren Zeitpunkt?

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