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XRP-Nachfrage kühlt laut 3 Kennzahlen ab, Funding deutet auf Erholung hin

Drei Signale deuten auf nachlassende Nachfrage

Auf dem XRP Ledger ist die Aktivität im Juli spürbar zurückgegangen. Das Analyse-Unternehmen Santiment verzeichnete lediglich 25.350 aktive Wallets, den zweitniedrigsten Tageswert des gesamten Jahres 2026. Gleichzeitig wurden nur 2.130 neue Wallets erstellt, der schwächste Wert seit November 2024. Santiment kommentierte die Lage so: „Nach der Dip-Kaufwelle Ende Juni sieht es so aus, als ob Trader auf einen echten Katalysator warten, anstatt einem erneuten kleinen Aufschwung hinterherzulaufen.“

Auch der Derivatemarkt sendet schwache Signale. Das offene Interesse an XRP-Futures auf Binance sank auf rund 397 Millionen XRP, den tiefsten Stand seit mehr als drei Monaten. Ein Rückgang des Open Interest bei gleichzeitiger Kursschwäche deutet in der Regel darauf hin, dass Trader ihre gehebelten Positionen abbauen. Ein Analyst fasste es folgendermaßen zusammen: „Obwohl ein Rückgang des Open Interest kein eindeutiges Bärensignal ist, weist er auf eine geringere Händlerbeteiligung im Derivatemarkt hin. In vielen Fällen stellt diese Phase eine Umpositionierungsphase dar, in der Investoren auf eine klarere Marktrichtung warten.“

Darüber hinaus kühlte auch die institutionelle Nachfrage ab. US-amerikanische Spot-XRP-ETFs verzeichneten am 8. Juli einen Nettoabfluss von 7,29 Millionen US-Dollar, den größten Tagesabfluss seit März. In der Woche bis zum 10. Juli verzeichneten Bitcoin- und Ethereum-ETFs laut SoSoValue positive Zuflüsse, während XRP-ETFs eine negative Woche abschlossen und damit eine neunwöchige Zufluss-Serie beendeten.

Warum eine Erholung dennoch möglich erscheint

Trotz der schwachen Marktdaten sehen manche Analysten Anzeichen für eine mögliche Gegenbewegung. Der Analyst Darkfost wies auf die über 30 Tage aggregierten Funding Rates für XRP auf Binance hin, die extreme negative Werte erreicht haben. Dies geschah, nachdem der Token seit seinem Hoch im Juli 2025 um rund 70 Prozent gefallen war. Eine solch einseitige pessimistische Marktstimmung geht häufig einer Trendwende voraus. Darkfost verwies auf eine vergleichbare Konstellation im April 2025, als XRP bei rund 1,25 US-Dollar notierte. Anschließend folgte eine Rallye von 126 Prozent. Der Analyst erklärte: „Wenn sich ein so starker Konsens bildet, insbesondere nach einer Korrektur in der Größenordnung von 70 Prozent, ist das häufig ein Zeichen dafür, dass sich mittelfristig eine mögliche Umkehr entwickeln könnte.“

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Mögliche Katalysatoren für eine Nachfragebelebung

Santiment sieht potenzielle Wachstumstreiber jenseits der reinen Kursentwicklung. Dazu zählen das Wachstum von RLUSD, tokenisierte Vermögenswerte, Zahlungsanwendungen, die Expansion der EVM-Sidechain sowie On-Chain-Kreditvergabe. Sollte einer dieser Bereiche an Fahrt gewinnen, könnte das Nutzer zurück auf das XRP Ledger ziehen. Analysten gehen davon aus, dass der nächste entscheidende Kursimpuls weniger vom gehebelten Handel abhängen dürfte, sondern vor allem davon, ob Spot-Zuflüsse und On-Chain-Aktivität wieder anziehen.

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