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Lighter verbrennt 15,5 Millionen LIT in erster umsatzfinanzierter Angebotsreduzierung – Wird LIT steigen?

Tokenomics-Reform als Grundlage des Burns

Der Schritt geht auf eine Überarbeitung der Tokenomics Ende Juni 2026 zurück. Damals entschied Lighter, dass künftige Rückkäufe nicht länger in der Projektkasse verbleiben, sondern direkt zur dauerhaften Reduzierung des LIT-Angebots genutzt werden. „Buybacks will be used to permanently reduce the LIT supply through burns“, erklärte das Team in der damaligen Ankündigung. Seither läuft das Modell so: Handelsgebühren finanzieren den Rückkauf von LIT am Markt, und die zurückgekauften Token werden anschließend an eine Ethereum-Burn-Adresse gesendet. Als Alternative können auch undistribuierte Token vernichtet werden, was das Team als wirtschaftlich gleichwertig bezeichnet.

Echte Einnahmen als Basis

Lighter stützt das Modell auf nachweisbare Handelsvolumen. Laut Daten von DefiLlama haben Trader seit Handelsbeginn insgesamt rund 69 Millionen US-Dollar an Gebühren auf der Plattform gezahlt. Allein im vergangenen Monat beliefen sich die Einnahmen auf rund 2,8 Millionen US-Dollar. Die 15,5 Millionen Token, die nun verbrannt werden sollen, entsprechen bei einem Kurs von etwa 2,54 US-Dollar einem Gegenwert von rund 39 Millionen US-Dollar. Lighter führt den Lighter Infrastructure Token, kurz LIT, seit Dezember 2024 und hat seitdem kontinuierlich Rückkäufe über Handelsgebühren finanziert.

LIT-Kurs reagiert positiv

Am 10. Juli 2026 notierte LIT bei rund 2,54 US-Dollar und legte damit innerhalb von 24 Stunden um etwa 8 Prozent zu. Gegenüber dem Tiefpunkt im März, als der Token bei rund 0,78 US-Dollar gehandelt wurde, hat sich der Kurs mehr als verdreifacht. Dennoch liegt LIT deutlich unter dem Allzeithoch von 7,86 US-Dollar aus dem Dezember 2024. Das Vorgehen erinnert an das Modell des Konkurrenten Hyperliquid, dessen gebührenfinanzierte Rückkäufe des HYPE-Tokens inzwischen die Marke von einer Milliarde US-Dollar überschritten haben und als einer der Treiber der HYPE-Kursentwicklung im Jahr 2026 gelten.

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Einschränkungen des Modells

Trotz des positiven Signals gibt es strukturelle Faktoren, die eine nachhaltige Kurserholung begrenzen könnten. Die Tokenomics-Reform sieht neben den Burns auch jährliche Emissionen von rund 7,5 Millionen LIT für Staking-Belohnungen vor. Diese kontinuierliche Ausgabe relativiert den einmaligen Angebotsrückgang durch den Burn. Zudem sind die monatlichen Gebühreneinnahmen zuletzt leicht gesunken, was die Basis für künftige Rückkäufe verkleinert. Ob LIT nachhaltig steigen kann, dürfte daher maßgeblich davon abhängen, ob das Handelsvolumen auf der Plattform stabil bleibt oder wächst und damit weitere einnahmenbasierte Rückkäufe ermöglicht.

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