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4.000 XRP-Inhaber halfen Ripple zum Sieg gegen die SEC

Das Urteil und seine Bedeutung

Am 13. Juli 2023 entschied Richterin Torres, dass XRP selbst kein Wertpapier ist. Allerdings stellte sie fest, dass direkte Verkäufe an institutionelle Anleger im Wert von 728,9 Millionen US-Dollar gegen das Wertpapierrecht verstießen. Verkäufe an Privatanleger über Kryptobörsen galten hingegen nicht als Wertpapiertransaktionen. Ripple zahlte 2024 eine Geldstrafe von 125 Millionen US-Dollar. Der Fall wurde im August 2025 offiziell abgeschlossen, nachdem beide Seiten ihre Berufungen zurückzogen. CEO Brad Garlinghouse räumte ein, dass das Unternehmen zwischenzeitlich kurz davor stand, den Betrieb einzustellen, anstatt den Rechtsstreit mit der SEC fortzuführen.

Die Rolle der Kleinanleger

Deaton sammelte eidesstattliche Erklärungen von knapp 4.000 XRP-Haltern und reichte diese als Beweismittel ein. Wie er nun offenbarte, zitierte Richterin Torres in ihrer abschließenden Zusammenfassung nur einige Dutzend der insgesamt tausenden eingereichten Beweise. Die Erklärungen der XRP-Inhaber gehörten ausdrücklich dazu. Deaton erklärte dazu: „Von den tausenden Beweismitteln, die insgesamt in dem Fall eingereicht wurden, zitierte sie in ihrer abschließenden Zusammenfassung nur einige Dutzend. Die eidesstattlichen Erklärungen der XRP-Inhaber waren eines dieser Beweismittel.“ Darüber hinaus bezog sich die Richterin laut Deaton auch auf sein Amicus-Brief sowie auf einen Austausch im Gerichtssaal im Rahmen des LBRY-Verfahrens, einem weiteren SEC-Kryptoprozess.

Das juristische Argument hinter dem Sieg

Deatons Kernthese war rechtlich präzise: XRP ist lediglich Computercode, und Code allein kann kein Wertpapier sein, unabhängig davon, wie er verkauft wird. Zur Untermauerung dieses Arguments verwies er auf den sogenannten Howey-Test, den US-amerikanischen rechtlichen Standard zur Einordnung von Wertpapieren. Dieser geht auf einen Obersten-Gerichts-Fall aus dem Jahr 1946 zurück, der sich um Orangenhaine in Florida drehte. Die Haine wurden zwar als Investitionen verkauft, doch die Früchte selbst galten nie als Wertpapiere. Torres übernahm diese Logik auf XRP. Ripples Chief Legal Officer Stuart Alderoty feierte den Jahrestag mit einem öffentlichen Beitrag und rief inoffiziell einen Feiertag aus: „Happy XRP IS NOT A SECURITY DAY!“

Siehe auch  Gary Gensler : Entschuldigung stärkt Ripple und XRP Vertrauen

Markt und politische Nachwirkungen

Trotz des juristischen Meilensteins zeigt sich der XRP-Kurs wenig beeindruckt. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung notierte die Kryptowährung bei rund 1,08 US-Dollar, was einem Tagesrückgang von etwa 3 Prozent entspricht. Langfristig prägt das Urteil jedoch die US-amerikanische Kryptopolitik. Der Kongress berät derzeit Regeln zur Marktstruktur für digitale Vermögenswerte. Das Ripple-Verfahren dürfte dabei als wichtiger Präzedenzfall gelten. Die wohl einfachste Lehre aus dem Fall: Gewöhnliche Anleger wandten sich an ein Gericht, und ein Bundesrichter hörte ihnen zu.

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