Bitcoin Kurs-Prognose: BTC übersteht Verkaufswelle nach Deribit-Settlement

Rekordgroßer Deribit-Verfall: 10,6 Milliarden US-Dollar abgewickelt
Am vergangenen Freitag wurden auf der Derivatebörse Deribit kombinierte Bitcoin- und Ethereum-Optionskontrakte im Nominalwert von 10,63 Milliarden US-Dollar in einer einzigen Sitzung abgewickelt. Auf Bitcoin entfielen dabei 9,06 Milliarden US-Dollar, verteilt auf 92.154 Calls und 57.652 Puts. Ethereum kam auf einen Nominalwert von 1,57 Milliarden US-Dollar. Der Verfall entspricht nach Marktangaben rund 37 Prozent des gesamten offenen Interesses. Da der sogenannte Max-Pain-Preis bei etwa 72.000 US-Dollar lag, Bitcoin aber nahe 60.000 US-Dollar abwickelte, verfielen rund 80 Prozent der Kontrakte, entsprechend 8,6 Milliarden US-Dollar, wertlos. Der erwartete Magneteffekt des Max-Pain-Levels blieb damit aus. Der Spotmarkt, nicht das Optionsbuch, bestimmte den Preis.
Negatives Skew-Signal: Händler zahlten für Absicherung nach unten
Die Marktstimmung war vor dem Verfall klar bärisch ausgerichtet. Puts wurden über alle wichtigen Laufzeiten hinweg mit einer deutlichen Prämie gegenüber Calls gehandelt. Bitcoins 25-Delta-Skew notierte bei minus 10,7 Prozent für einen Tag und minus 11,3 Prozent für sieben Tage. Diese Werte zeigen, dass Händler gezielt Absicherungen gegen fallende Kurse kauften, anstatt auf steigende Preise zu setzen. Mit dem Ablauf der Kontrakte setzt nun ein Neuaufbau der Positionen ein.
Bitcoin-Kursprognose: Konsolidierung zwischen 58.000 und 63.000 US-Dollar
Nach dem Verfall liegt das wahrscheinlichste Szenario in einer Seitwärtsbewegung. Die entscheidende Unterstützungszone befindet sich zwischen 58.000 und 60.000 US-Dollar. Solange Bitcoin diesen Bereich hält, bleibt der Rücksetzer kontrollierbar. Auf der Oberseite trifft der Kurs auf Widerstand zwischen 63.000 und 65.000 US-Dollar, mit einer stärkeren Hürde bei 67.000 bis 68.000 US-Dollar. Eine schrittweise Erholung in Richtung 65.000 US-Dollar wäre möglich, sofern der Verkaufsdruck nachlässt und neue Nachfrage entsteht. Ein Rückfall unter 58.000 US-Dollar würde den kurzfristigen Ausblick dagegen erheblich eintrüben. In diesem Fall wäre die nächste größere Unterstützung bei rund 54.000 US-Dollar zu suchen. Ethereum, das 21 Prozent unter seinem Max-Pain-Niveau von 2.000 US-Dollar notiert, dürfte einer möglichen Bitcoin-Erholung hinterherhinken und zeigt, wie fragil die Risikobereitschaft im gesamten Kryptomarkt derzeit ist.
Bitcoin Hyper: Layer-2-Projekt zieht Kapital in schwachem Marktumfeld
In einem Umfeld mit negativem Skew und makroökonomischem Gegenwind richtet sich der Blick einiger Investoren auf frühphasige Infrastrukturprojekte. Bitcoin Hyper positioniert sich als erstes Bitcoin-Layer-2-Netzwerk mit Integration der Solana Virtual Machine. Das Projekt soll langsame Transaktionen, hohe Gebühren und begrenzte Programmierbarkeit im Bitcoin-Ökosystem adressieren. Der Presale hat nach Angaben des Projekts rund 33 Millionen US-Dollar eingesammelt, der aktuelle Tokenpreis liegt bei 0,0136 US-Dollar. Für frühe Teilnehmer ist zudem ein Staking mit hohen APY-Werten verfügbar. Ob das Projekt seine technischen Versprechen einlösen kann, bleibt abzuwarten.



