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Bitcoin-Kurs steigt auf 64.000 Dollar – Short-Seller werden liquidiert

Schwache US-Jobdaten als Auslöser

Der Ursprung der Kursbewegung liegt im US-Arbeitsmarktbericht vom Donnerstag. Der sogenannte Nonfarm-Payrolls-Report zeigte, dass die amerikanische Wirtschaft im Juni lediglich 57.000 neue Stellen geschaffen hatte, deutlich weniger als von Analysten erwartet. Die enttäuschenden Daten senkten die Wahrscheinlichkeit einer kurzfristigen Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve. Bitcoin hatte in der Vorwoche bereits von Kommentaren zu Inflationsrisiken profitiert und erste Gewinne verbucht.

Sinkende Renditen bei US-Staatsanleihen und ein schwächerer Dollar verringerten die Opportunitätskosten des Bitcoin-Haltens. Wer kein Zinseinkommen benötigt, findet in einem Niedrigzinsumfeld leichter Argumente für alternative Anlagen wie Bitcoin. Zusätzlichen Rückenwind lieferten die Spot-Bitcoin-ETFs: Nach einer zehntägigen Serie von Mittelabflüssen verzeichneten die Fonds wieder Zuflüsse. Dennoch arbeiten sie noch die Rekordrücknahmen aus dem Juni auf, die sich auf 4,5 Milliarden US-Dollar beliefen.

Short Squeeze: Händler auf dem falschen Fuß erwischt

Als Bitcoin die Marke von 62.000 US-Dollar durchbrach, lösten Händler im Derivatemarkt Short-Positionen im Wert von über 450 Millionen US-Dollar auf. Ein sogenannter Short Squeeze entsteht, wenn steigende Kurse Leerverkäufer zwingen, ihre Positionen durch Käufe zu schließen, was den Preisanstieg weiter verstärkt. Dieser Mechanismus erzeugt eine Kettenreaktion, bei der jede neue Kursmarke weitere Zwangsliquidationen auslöst.

Altcoins profitieren ebenfalls

Die Rally erfasste auch den breiteren Kryptomarkt. Ethereum legte im Tagesvergleich rund 4 Prozent zu und verzeichnete auf Wochensicht ein Plus von etwa 10 Prozent. Solana erzielte mit einem Wochengewinn von knapp 19 Prozent den stärksten Anstieg unter den großen Kryptowährungen.

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Nachhaltigkeit der Erholung fraglich

Ob die aktuelle Erholung zu einem dauerhaften Aufwärtstrend wird, bleibt offen. Kursbewegungen, die durch Short Squeezes ausgelöst werden, gelten als schnell und scharf, basieren jedoch nicht zwingend auf organischer Nachfrage. Institutionelle Investoren haben die Bewegung bislang nicht vollständig bestätigt, da sich die ETF-Zuflüsse noch im Erholungsmodus befinden.

Mit dem Eintritt in das dritte Quartal kommt ein weiterer Faktor hinzu: Die Marktliquidität ist saisonal häufig dünner, was sowohl Aufwärts- als auch Abwärtsbewegungen verstärken kann. Anleger beobachten nun, ob institutionelle Kapitalzuflüsse die aktuelle Kurserholung auf eine breitere Grundlage stellen können.

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