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Gold fällt von 2-Wochen-Hoch – JPMorgan erwartet Erholung im Q4

Dollarkurs drückt auf den Goldpreis

Der US-Dollar legte zu Beginn des Dienstags um 0,3 Prozent zu und kehrte damit einen Teil des Verlusts der Vorwoche um. Jim Wyckoff, Marktanalyst beim American Gold Exchange, ordnete den Anstieg des Dollars klar als belastendes Signal für Gold ein. Gegenüber dem Sender CNBC erklärte er: „Der US-Dollar-Index ist heute etwas höher, und das ist ein täglich bärisches Element für Gold.“ Ein stärkerer Dollar macht Rohstoffe, die in der amerikanischen Währung gehandelt werden, für internationale Käufer teurer und dämpft damit die Nachfrage.

Die Verluste blieben jedoch begrenzt. Jüngste Arbeitsmarktdaten zeigten eine deutliche Verlangsamung des Beschäftigungsaufbaus im Juni. Zudem wurden frühere Lohnzahlen nach unten revidiert. Diese schwachen Daten senkten die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Zinserhöhung. Das CME-FedWatch-Tool weist aktuell eine Wahrscheinlichkeit von rund 56 Prozent für eine Zinserhöhung im September aus. Marktteilnehmer warten nun auf das Protokoll der US-Notenbank Fed, das am Mittwoch veröffentlicht wird und weitere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs liefern könnte.

JPMorgan senkt Kursziel, bleibt aber langfristig optimistisch

JPMorgan hat seine Goldprognose für das vierte Quartal in diesem Monat um rund 25 Prozent nach unten korrigiert. Noch am 9. Juni hatte die Bank ein Kursziel von 6.000 US-Dollar je Unze bis Jahresende ausgegeben. Als Gründe für die Revision nannte das Institut eine schwächere Nachfrage aus wichtigen Abnehmersektoren. Gleichzeitig warnte JPMorgan, dass die Risiken nach unten geneigt seien, sollten die Inflationsdaten im Sommer heiß ausfallen.

Dennoch hält JPMorgan an einer grundsätzlich positiven Einschätzung für Edelmetalle fest. Die Bank erwartet, dass Gold seine Gewinne bis 2027 ausweiten wird, getragen von anhaltenden Käufen durch Zentralbanken weltweit. Neben Gold prognostiziert JPMorgan für Silber einen Durchschnittspreis zwischen 60 und 65 US-Dollar je Unze. Für Platin werden ebenfalls stetige Gewinne erwartet, während der Ausblick für Palladium bis 2027 eher verhalten bleibt.

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Ausblick: Fed-Protokoll als nächster Kurstreiber

Die Aufmerksamkeit der Märkte richtet sich nun auf das Fed-Protokoll vom Mittwoch. Das Dokument könnte die aktuellen Erwartungen an den Zinspfad der US-Notenbank neu kalibrieren. Eine Verschiebung dieser Zinserwartungen würde sich direkt auf den Goldpreis auswirken: Steigende Zinsen erhöhen die Opportunitätskosten des zinslosen Edelmetalls, während sinkende Zinsen Gold in der Regel stützen. Die Veröffentlichung gilt daher als entscheidender kurzfristiger Impulsgeber für die weitere Preisentwicklung.

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