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Meta droht 1,4-Billionen-Dollar-Strafe in US-Klage um Jugendschutz

Eine Strafe nahezu in Höhe des Börsenwerts

Die geforderte Summe liegt knapp unterhalb von Metas aktuellem Börsenwert von rund 1,5 Billionen US-Dollar. Die vier Staaten verlangen damit fast alles, was das Unternehmen wert ist. Meta selbst bezeichnete die Zahl in einer Gerichtseinreichung als nicht durch Beweise gestützt und betonte, eine solche Sanktion habe kein Vorbild in der Geschichte des US-amerikanischen Verbraucherschutzes. Wörtlich heißt es in der Stellungnahme des Unternehmens: „A sanction of that size has no analog in the history of consumer protection enforcement.“

Die genauen Berechnungsgrundlagen der Staaten sind unter Verschluss. Im Juni teilten die Kläger dem Gericht jedoch mit, sie hätten geschätzte Verstöße gegen jugendliche Nutzer mit den gesetzlich festgelegten Strafbeträgen der jeweiligen Bundesstaaten multipliziert.

Breite Klagewelle gegen Meta

Das Oakland-Verfahren ist Teil einer umfassenderen rechtlichen Auseinandersetzung. Insgesamt werfen 29 Bundesstaaten Meta vor, Daten von Kindern ohne elterliche Einwilligung gesammelt zu haben, was einen Verstoß gegen den Children’s Online Privacy Protection Act, kurz COPPA, darstellen würde. Richterin Yvonne Gonzalez Rogers lehnte Metas Antrag auf Einstellung des Verfahrens bereits im vergangenen Monat ab. Ein zweites Verfahren mit 14 weiteren Bundesstaaten ist für Februar geplant, sodass der Fall in Oakland nur den Auftakt eines deutlich längeren Rechtsstreits bildet.

Meta weist alle Vorwürfe zurück. Das Unternehmen argumentiert, Sucht durch soziale Medien sei keine anerkannte psychiatrische Diagnose, weshalb seine Sicherheitsaussagen niemanden irregeführt haben könnten. Dennoch wächst der öffentliche und politische Druck auf den Konzern in der Debatte um die psychische Gesundheit von Teenagern weiter.

Börsenkurs reagiert gelassen

An den Finanzmärkten löste die Bekanntgabe der Milliardenforderung kaum Unruhe aus. Die Meta-Aktie schloss am 6. Juli bei rund 600 US-Dollar, ein Plus von knapp 3 Prozent an diesem Tag. Investoren werten die 1,4-Billionen-Dollar-Forderung offenbar als Ausgangspunkt einer Verhandlung und nicht als realistisches Endergebnis. Gleichwohl hat der Kurs im Jahr 2026 bisher rund 10 Prozent an Wert verloren.

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Ein Urteil aus New Mexico gibt jedoch einen Hinweis auf das mögliche Ausmaß künftiger Strafen. Im März ordnete eine Jury dort an, dass Meta 375 Millionen US-Dollar für irreführende Aussagen zur Sicherheit von Kindern zahlen muss. Der Ausgang des Oakland-Verfahrens wird zeigen, wie weit die staatlichen Verbraucherschutzgesetze gegenüber großen Technologiekonzernen angewendet werden können. Zusätzlich läuft gegen Meta eine separate Sammelklage wegen Datenweitergabe, sodass der Terminkalender des Unternehmens vor Gericht bis ins Jahr 2027 gefüllt bleibt.

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