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Niemand weiß, wer 18,5 Mio. Dollar in ADA gestohlen hat – auch nicht die Wallet-Firma

Emurgo bestreitet Verbindung zum White-Hat-Hacker

Hoskinson äußerte sich in seiner X-Spaces-Sendung „The Bingo Hall“ und gab dabei Informationen eines Beitragenden namens „Jer“ weiter, der an einem Treffen zwischen dem Cardano-Governance-Gremium Intersect und den SecondFi-Entwicklern teilgenommen hatte. Demnach erklärte ein Mitglied des Emurgo-Teams, die Identität des White-Hat-Hackers sei dem Unternehmen nicht bekannt oder Emurgo sei zumindest nicht mit dieser Person verbunden. Hoskinson selbst betonte den Vorbehalt in dieser Aussage. Es bleibe offen, ob Emurgo tatsächlich im Dunkeln tappe oder lediglich seine öffentliche Darstellung sorgfältig steuere.

Schwachstelle in der Schlüsselerzeugung

SecondFi, einer der größten Cardano-Wallet-Generatoren und ehemals unter dem Namen Yoroi Wallet bekannt, wies einen kritischen Fehler in seiner Schlüssel-Generierungssoftware auf. Drei externe Angreifer plünderten dadurch rund 16 Millionen ADA im Wert von etwa 2,4 Millionen US-Dollar aus 374 Adressen in vier separaten Draining-Ereignissen. Die Bewegung der deutlich größeren Summe von 129 Millionen ADA wurde von SecondFi als Notfallrettungsaktion dargestellt. Die Gelder seien an einen unabhängigen, qualifizierten Drittverwahrer übertragen worden und würden zugunsten der betroffenen Adressen gehalten. Das Cybersicherheitsunternehmen SlowMist schätzt, dass die Gesamtexposition 20 Millionen US-Dollar übersteigen könnte.

Rückgabe innerhalb von zwei Wochen geplant

SecondFi erstellte am 26. Juni eine abschließende Bestandsaufnahme der Salden und kündigte an, verlorene Nutzergelder innerhalb von zwei Wochen zurückzugeben. Das Unternehmen warnte jedoch ausdrücklich, dass dieser Zeitplan nicht garantiert sei. Nutzer wurden zudem aufgefordert, ihre Gelder vorerst nicht in neue Wallets zu verschieben. Eigenständige Maßnahmen außerhalb der offiziellen Anleitung würden zusätzliche Risiken schaffen, so die Warnung. Sowohl Intersect als auch Hoskinson betonten, dass die Sicherheitslücke ausschließlich auf der Ebene der Wallet-Anwendung lag. Das Cardano-Protokoll selbst sei nicht kompromittiert worden.

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ADA unter Druck: Technische Analyse zeigt Schwäche

Der Vorfall hinterlässt deutliche Spuren am Markt. ADA notiert aktuell bei rund 0,145 US-Dollar und hat damit in den vergangenen zwei Wochen rund 21 Prozent an Wert verloren. Der Kurs liegt damit deutlich unterhalb des 50-Tage-EMA bei 0,1904 US-Dollar, des 100-Tage-EMA bei 0,2248 US-Dollar sowie des 200-Tage-EMA bei 0,3006 US-Dollar. Das aktuelle Niveau entspricht einem Rückgang von rund 95 Prozent gegenüber dem Allzeithoch der Kryptowährung. Der RSI liegt bei 29 und bewegt sich damit an der Grenze zum überverkauften Bereich. Der MACD zeigt sich marginal positiv, was auf nachlassende Abwärtsdynamik hindeutet, jedoch noch keine bestätigte Trendwende signalisiert. Eine wichtige Unterstützungszone liegt bei 0,140 US-Dollar, mit einem strukturellen Tief bei rund 0,1382 US-Dollar. Der Long-to-Short-Ratio auf CoinGlass liegt bei 0,72, dem niedrigsten Stand seit über einem Monat. Negative Funding Rates von minus 0,0055 Prozent deuten darauf hin, dass Short-Positionen derzeit Long-Positionen bezahlen, was als leichtes konträres Signal gewertet werden kann.

Felix Vaider

Felix Vaider analysiert den Kryptomarkt und erklärt, wie Kursbewegungen, Handelsstrategien und makroökonomische Faktoren den Markt beeinflussen. Er hat Erfahrung im Finanzwesen und algorithmischen Handel. Seine Artikel liefern datenbasierte Einblicke für Anleger, die Bitcoin, Altcoins und Marktdynamiken verstehen wollen.

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