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Trump meldet über 1 Milliarde Dollar Krypto-Einnahmen in 2025

Woher Trumps Kryptogewinne stammen

Den Löwenanteil der Einnahmen erwirtschaftete CIC Digital, Trumps Memecoins-Unternehmen, mit rund 636 Millionen Dollar an Lizenzgebühren. Den zugehörigen Token hatte Trump drei Tage vor seiner Amtseinführung im Januar 2025 lanciert. Das DeFi-Projekt World Liberty Financial trug zusätzlich rund 515 Millionen Dollar aus Token-Verkäufen sowie 65 Millionen Dollar aus Eigenkapitalbeteiligungen an seiner Holdinggesellschaft bei. An World Liberty Financial hält eine Trump-Familiengesellschaft einen Anteil von etwa 38 Prozent. In der Summe übersteigen diese drei Einnahmequellen 1,2 Milliarden Dollar. Darüber hinaus deklarierte Trump Bitcoin- und Ethereum-Bestände im Wert von jeweils mehr als 100 Millionen Dollar.

Urteil des Obersten Gerichtshofs stärkt Trumps Einfluss auf Regulierer

Die Veröffentlichung der Offenlegung erfolgte einen Tag nach dem Urteil Trump v. Slaughter, in dem der Oberste Gerichtshof mit sechs zu drei Stimmen entschied, dass Präsidenten Kommissare unabhängiger Behörden ohne Angabe von Gründen entlassen dürfen. Das Urteil kippt damit den 91 Jahre alten Präzedenzfall Humphrey’s Executor. Rechtliche Analysten gehen davon aus, dass die Entscheidung auch für die SEC und die CFTC gilt, die beiden wichtigsten Aufsichtsbehörden im Kryptosektor. Trump begrüßte das Ergebnis auf Truth Social: „Diese Entscheidung gibt der Präsidentschaft enorme zusätzliche Macht zurück, wo sie hingehört. Es ist eine Ehre, der amtierende Präsident zu sein, der nach all den Jahren diesen sehr wichtigen und hart erkämpften Fall gewonnen hat.“

Interessenkonflikte rücken in den Fokus

Die Verflechtung zwischen Trumps wirtschaftlichen Interessen und seiner regulatorischen Rolle sorgt zunehmend für Kritik. Besonders World Liberty Financial steht unter Beobachtung. Im Mai 2025 wickelte der staatliche Abu-Dhabi-Fonds MGX eine Binance-Investition in Höhe von zwei Milliarden Dollar über den USD1-Stablecoin des Unternehmens ab. Damit flossen Gelder einer ausländischen Regierung durch einen Token, den die Familie des Präsidenten mitverantwortet. Demokratische Senatoren forderten daraufhin Anhörungen zu den Auslandsverbindungen des Unternehmens. Das Weiße Haus wies Berichte zurück, wonach ein gemeldeter Deal mit den Vereinigten Arabischen Emiraten das Unternehmen beeinflusst habe. Mehrere Gesetzgeber drängen auf ein Verbot für Bundesbeamte, derartige Kryptotransaktionen zu tätigen.

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Verluste für Kleinanleger, Gewinne für Trump

Die Offenlegung kommt zu einem schwachen Zeitpunkt für den Kryptomarkt. Der Bitcoin-Kurs notierte am Dienstag bei rund 58.500 Dollar und damit mehr als 50 Prozent unter dem Rekordhoch vom Oktober. Öffentliche Blockchain-Daten zeigen, dass die meisten Kleinanleger, die den Trump-Memecoin gekauft haben, Verluste verbuchen. Das Nebeneinander von Trumps Milliardengewinnen und den Verlusten vieler Privatanleger dürfte die Debatte über potenzielle Interessenkonflikte weiter anheizen, während seine Behörden die Regeln für den Kryptosektor ausarbeiten.

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