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ZachXBT erklärt den fast 100%igen Absturz des LAB-Tokens

Die Spur auf der Blockchain

ZachXBT veröffentlichte seine Erkenntnisse über den Kurssturz auf Telegram. Demnach erhielt eine bestimmte Wallet im April 2026 mehr als 196 Millionen LAB-Token direkt vom Projektteam. Diese Mittel wurden anschließend an vier Einzahlungsadressen der Kryptobörse Bitget weitergeleitet. Rund 100 Millionen LAB verließen Bitget im Mai und lagen danach wochenlang unbenutzt. Ab dem 10. Juli nahm die fragliche Entität die Aktivität wieder auf.

Laut ZachXBT begann die Entität daraufhin, 18,4 Millionen Token auf der dezentralen Börse Aster zu verkaufen. Diese Verkäufe drückten den LAB-Kurs von 1,20 US-Dollar auf 0,55 US-Dollar. Besonders beunruhigend für Anleger: Die Wallet hält derzeit noch 81,5 Millionen LAB-Token, was auf anhaltenden Verkaufsdruck hindeutet.

Kritik an den Börsen

ZachXBT äußerte sich auch zu der Rolle der großen Handelsplattformen. Der Ermittler erklärte, der LAB-Kurs sei kurz vor den gerüchteweise bevorstehenden Token-Freigaben eingebrochen. Er kritisierte, dass Bitget, Binance und Gate keine Maßnahmen gegen die offensichtliche Marktmanipulation zulasten ihrer Nutzer ergriffen hätten. Wörtlich schrieb er: „It is disappointing no action was taken by Bitget, Binance, or Gate for allowing blatant market manipulation on tokens against users.“

Reaktion des LAB-Teams

Das LAB-Team meldete sich auf der Plattform X zu Wort und schob die Verantwortung auf externe Akteure. In dem Statement hieß es, man beobachte erheblichen Verkaufsdruck durch große Marktteilnehmer. Zudem hielten mehrere unabhängige Handelsfirmen erhebliche LAB-Positionen, die nicht mit dem Team in Verbindung stünden. Das Projekt betonte, der eigene Produktfahrplan und die langfristige Ausrichtung blieben unverändert.

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Als konkrete Maßnahme gab das Team bekannt, 10 Millionen LAB-Token, also 1 Prozent des Gesamtangebots, dauerhaft vernichtet zu haben. Onchain-Daten bestätigen, dass die Token an eine sogenannte Null-Adresse gesendet wurden, von der aus keine Rückholung möglich ist. Das Team bezeichnete den Burn als Auftakt einer umfassenderen Initiative zur Stärkung des Tokens.

Vorgeschichte und Ausblick

Der aktuelle Einbruch ist nicht der erste schwere Kursverlust für LAB. Der Token war zuvor bereits von einem Höchststand von 27,96 US-Dollar im Juni um 77 Prozent gefallen, was einer Marktkapitalisierungsverlust von rund 6 Milliarden US-Dollar entsprach. Eine anschließende Erholung hatte den Großteil des Verlustes wieder wettgemacht, bevor der neuerliche Absturz folgte. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung notierte LAB bei 0,5428 US-Dollar, ein Tagesverlust von 28,35 Prozent. Ob die Token-Vernichtung ausreicht, um den Kurs zu stabilisieren, oder ob die verbleibenden 81,5 Millionen Token in der fraglichen Wallet weiteren Abwärtsdruck erzeugen, dürfte die entscheidende Frage der nächsten Tage sein.

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