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Kiyosaki und Rogers wagen kühne Prognose für Gold und Silber

Drastische Kursrückgänge bei Gold und Silber

Der Hintergrund der Aussagen ist ein erheblicher Preisverfall bei beiden Edelmetallen. Gold hatte zuvor ein Hoch von rund 5.405 US-Dollar erreicht und fiel anschließend auf etwa 4.006 US-Dollar zurück, was einem Rückgang von ungefähr 26 Prozent entspricht. Silber traf es noch härter: Das Metall stieg bis auf 118 US-Dollar, bevor es auf 56 US-Dollar absackte und damit mehr als die Hälfte seines Höchstwertes verlor. In der Fachsprache bezeichnet man solche Bewegungen als Retracement, also einen temporären Rückgang innerhalb eines übergeordneten Aufwärtstrends.

Kiyosakis Argument: Spekulanten kaufen oben, verkaufen unten

Kiyosaki stellte auf der Plattform X ein zentrales Verhaltensmuster in den Vordergrund. Er schrieb, viele Spekulanten kauften an der Spitze aus Angst, etwas zu verpassen, und verkauften dann panisch am Tiefpunkt. Er selbst habe während des jüngsten Rückgangs mehr Gold und Silber erworben. „Interesting, many ’speculators‘ buy at the TOP then selling at the BOTTOM. I am in agreement with my friend Jim Rogers. During this last ‚retracement‘ or ‚crash‘ I bought more gold and silver“, schrieb er. Als Freunde nach seinen Gründen fragten, verwies er auf eine belastete Weltwirtschaft sowie sein langjähriges Misstrauen gegenüber Zentralbanken und politischen Entscheidungsträgern.

Jim Rogers: Kursanstieg kommt, aber nicht geradlinig

Jim Rogers, bekannt als erfahrener Rohstoffinvestor, teilt die grundsätzlich bullische Einschätzung, warnt jedoch vor einem holprigen Weg nach oben. Er hatte in der Vergangenheit festgehalten: „Gold and silver have been going straight up. I am not buying now, but I am not selling either. If they go down, I hope I am smart enough to buy more.“ Seine Botschaft lautet, dass schwere Rücksetzer zum Aufwärtstrend gehören und Anleger diese aushalten müssen, wenn sie vom langfristigen Preisanstieg profitieren wollen.

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Makroökonomische Treiber der Edelmetallnachfrage

Die Bullen-These von Kiyosaki und Rogers stützt sich auf eine Reihe struktureller Faktoren. Steigende Staatsschulden, geopolitische Spannungen, Inflationsdruck und wachsende Zweifel an der Geldpolitik der Notenbanken treiben Anleger traditionell in Sachwerte mit innenwiegendem Wert. Auch Peter Schiff kommentierte die Lage am 17. Juli und stellte fest, dass Investoren die fundamental positive Ausgangslage für Gold noch nicht vollständig erkannt hätten, obwohl Faktoren wie Kriege, platzende Technologieblasen sowie steigende Defizite und Anleiherenditen die Grundlagen verbessert hätten.

Risiken und Einschränkungen

Kritiker weisen auf wesentliche Gegenargumente hin. Edelmetalle werfen keine laufenden Erträge ab, und ihre ausgeprägte Volatilität kann Anleger empfindlich treffen, die beim Ein- oder Ausstieg falsch liegen. Kiyosaki selbst betont regelmäßig, kein Finanzberater zu sein, und empfiehlt, seine Einschätzungen nicht ohne eigene Recherche oder professionelle Beratung umzusetzen. Ob die von Rogers und Kiyosaki prophezeiten Mondflüge für Gold und Silber tatsächlich eintreten, bleibt offen. Die Debatte über Edelmetalle als Vermögensschutz zieht angesichts anhaltender makroökonomischer Unsicherheiten jedoch weiter wachsende Aufmerksamkeit auf sich.

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