Top 5 Trump-Nachrichten, die die Märkte diese Woche bewegten

Ölpreis über 100 Dollar: Iran-Drohungen erschüttern Märkte
Trump drohte dem Iran mit massiven Militärschlägen, nachdem Houthi-Angriffe auf kommerzielle Schiffe im Roten Meer fortgesetzt worden waren. Er warnte Teheran vor Konsequenzen, sollten die Attacken andauern. Die Aussagen weckten sofort Befürchtungen über Störungen im Roten Meer und in der Straße von Hormuz, zwei der wichtigsten Routen für den globalen Öl- und Schiffsverkehr. Der Brent-Rohölpreis stieg kurzzeitig auf über 100 Dollar pro Barrel. Steigende Ölpreise erhöhen Transport- und Produktionskosten, was den Inflationsdruck verstärkt und Zinssenkungen durch Zentralbanken weiter verzögern könnte. Am 25. Juli ließ Trump überraschend von geplanten Militärschlägen ab, nachdem eine omanische Delegation in Teheran eingetroffen war und Fortschritte bei Gesprächen über die Öffnung der Straße von Hormuz gemeldet wurden.
Neue Zölle gegen 60 Länder
Trump verhängte neue Zölle in Höhe von 10 oder 12,5 Prozent auf Waren aus 60 Volkswirtschaften, darunter China, Indien, die Europäische Union, Japan und Südkorea. Die Maßnahmen betreffen einen großen Teil des US-Handels. Einzelhändler, Hersteller und Unternehmen, die auf importierte Bauteile angewiesen sind, könnten die Kosten an Verbraucher weitergeben. Das würde die Inflation hochhalten und der US-Notenbank Federal Reserve die Zinssenkung weiter erschweren. Besonders betroffen sind Konsumgüterhersteller, Automobilkonzerne und Technologieunternehmen.
Kanada im Visier: 50-Prozent-Zölle auf ausgewählte Produkte
Trump kündigte zusätzliche Zölle von 50 Prozent auf kanadische Waren im Wert von rund 20 Milliarden Dollar an. Betroffen sind unter anderem Milchprodukte, Wein, Möbel, Zement und Sportausrüstung. Energie und strategische Mineralien wurden ausgenommen. Der kanadische Dollar verlor in der Folge an Wert. Unternehmen, die kanadische Produkte importieren, müssen ab August mit höheren Kosten rechnen. Experten warnen vor Gegenzöllen aus Kanada und weiteren Verwerfungen in nordamerikanischen Lieferketten sowie bei Baupreisen und Konsumgütern.
Rüstungsbranche und Aluminium: Weitere Maßnahmen mit Marktfolgen
Trump unterzeichnete eine Anordnung, die Beschränkungen für ausländische Materialien in der US-Rüstungsindustrie verschärft. Unternehmen müssen künftig strengere Auflagen erfüllen, wenn sie kritische Mineralien oder Komponenten aus China und anderen eingeschränkten Märkten beziehen wollen. Aktien einiger amerikanischer Rohstoffunternehmen legten daraufhin zu. Rüstungs- und Luftfahrtkonzerne hingegen könnten in der Übergangsphase höhere Kosten tragen, da China weiterhin ein wichtiger Lieferant mehrerer militärisch genutzter Mineralien ist.
Zusätzlich führte Trump ein neues System ein, das Zollerleichterungen bei Aluminium an Investitionen in die US-Produktion knüpft. Unternehmen, die amerikanische Schmelzwerke bauen oder erweitern, können eine entsprechende Menge Aluminium zu reduzierten Zollsätzen einführen. Automobilhersteller, Bauunternehmen und Getränkeproduzenten, die große Mengen Aluminium verarbeiten, sind von möglichen Preissteigerungen besonders betroffen.
Ausblick: Inflation, Vergeltung und geopolitische Risiken
Insgesamt rückten Trumps Maßnahmen dieser Woche Öl, Zölle und Inflation erneut in den Mittelpunkt der Marktbeobachtung. Investoren beobachten nun genau, ob die Schritte Vergeltungsmaßnahmen anderer Länder auslösen, die Verbraucherpreise weiter steigen und ob sich der Konflikt im Nahen Osten ausweitet.



