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Pump.fun treibt 30 % von Solanas DApp-Einnahmen

Tokenisierte Aktien beflügeln Solanas Kursanstieg – doch sinkende TVL-Werte und wachsende Konkurrenz durch Hyperliquid werfen Zweifel an der Nachhaltigkeit der Erholung auf

Tokenisierte Aktien mit hohem Volumen, aber dünner Liquidität

Laut Daten des Jupiter Aggregators wurden tokenisierte Aktien auf Solana innerhalb von 24 Stunden mit einem Volumen von über 113 Millionen US-Dollar gehandelt. Kritiker weisen jedoch auf die vergleichsweise dünne Liquidität in den automatisierten Market-Making-Pools hin. Zudem konkurrieren mehrere Anbieter um ähnliche Produkte. Da viele dieser Token erst kürzlich gestartet sind, könnte die noch geringe Anzahl an Haltern dadurch teilweise erklärt werden. Die Tokenisierungsplattform xStocks verzeichnete in diesem Umfeld ein TVL-Wachstum von 31 Prozent.

Schwache Onchain-Kennzahlen trüben das Bild

Trotz des Kursanstiegs zeigen mehrere Onchain-Metriken eine nachlassende Nachfrage. Der Total Value Locked (TVL) im Solana-Netzwerk sank im vergangenen Monat um 11 Prozent. Einzelne Protokolle verzeichneten noch deutlichere Rückgänge: Kamino verlor 19 Prozent, Binance Staked SOL 20 Prozent und Raydium 17 Prozent. Gleichzeitig reduzierte das Ethereum-Layer-2-Netzwerk Base den Abstand zu Solana. Auch das wöchentliche Handelsvolumen an dezentralen Börsen (DEX) auf Solana fiel von rund 30 Milliarden US-Dollar Anfang Februar auf zuletzt 10 Milliarden US-Dollar pro Woche. Die DApp-Einnahmen entwickelten sich parallel dazu rückläufig.

Abhängigkeit von Pump.fun als Strukturproblem

Ein weiteres Risiko liegt in der Konzentration der Einnahmen auf wenige Plattformen. Rund 30 Prozent der gesamten DApp-Einnahmen auf Solana stammen vom Token-Launch-Portal Pump.fun, das stark von Memecoin-Aktivität abhängt. Ein Bericht von CoinGecko zeigt, dass 80 Prozent der 18,7 Millionen dort gestarteten Token innerhalb von weniger als 48 Stunden wieder verschwanden. Dune-Daten zufolge verloren 55 Prozent der beteiligten Adressen bis zu 1.000 US-Dollar. Diese Abhängigkeit von spekulativer Aktivität macht das Einnahmemodell des Netzwerks anfällig.

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Futures-Markt signalisiert vorsichtigen Optimismus

Am Terminmarkt stieg die annualisierte Funding Rate für SOL-Perpetual-Futures auf den höchsten Stand im Juni, was eine zunehmende Nachfrage nach Long-Positionen widerspiegelt. Mit rund 10 Prozent bewegt sich die Rate noch im neutralen Bereich zwischen 6 und 12 Prozent und deutet damit nicht auf übertriebenen Optimismus hin. Dennoch gelang es dem 14-prozentigen Kursanstieg seit dem Tief bei 64 US-Dollar, die zuvor negativen Funding Rates umzukehren.

Wachsende Konkurrenz begrenzt weiteres Aufwärtspotenzial

Zusätzlichen Rückenwind erhoffen sich SOL-Investoren von bevorstehenden Airdrops auf dem Netzwerk, darunter die Rückversicherungsplattform OnRe mit einem TVL von 200 Millionen US-Dollar, die Perpetual-DEX Bulk mit einem aggregierten Open Interest von 325 Millionen US-Dollar sowie die Kreditplattform Loopscale mit einem TVL von 79 Millionen US-Dollar. Der Zeitpunkt der jeweiligen Token-Launches bleibt jedoch ungewiss. Gleichzeitig wächst der Wettbewerb im Bereich tokenisierter Aktien. Hyperliquid und zentralisierte Börsen auf konkurrierenden Blockchains setzen Solana unter Druck. OKX etwa schloss eine strategische Partnerschaft mit dem Mutterkonzern der New York Stock Exchange auf Basis von Ethereum-Infrastruktur. Ob SOL die Marke von 80 US-Dollar, zuletzt am 1. Juni gesehen, zurückerobern kann, bleibt vor diesem Hintergrund offen.

Oliver Grant

Oliver Grant – Solana-Kolumnist Oliver Grant ist ein britischer Blockchain-Analyst mit einem Fokus auf Solana. Er liebt die Effizienz des Netzwerks und die Idee, mit einem gut optimierten System Geld zu verdienen. Für ihn ist Solana der perfekte Mix aus Skalierbarkeit, niedrigen Gebühren und Gewinnpotenzial. In seinen Artikeln erklärt er Solanas Technologie, Marktbewegungen und warum es das Potenzial hat, Ethereum herauszufordern.

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