NOBLE unterstützt den CLARITY Act, während wichtige County Sheriffs ihren Widerstand aufgeben

NOBLE-Unterstützung: Argumente und politische Bedeutung
NOBLE, eine Organisation mit mehr als 3.000 Mitgliedern in nahezu 60 Kapiteln weltweit, richtete ihr Unterstützungsschreiben direkt an Senate Majority Leader John Thune und Minority Leader Chuck Schumer. Die Adressierung an die beiden Senatsvorsitzenden, die den zeitlichen Ablauf von Abstimmungen kontrollieren, galt als bewusstes Signal an den Gesetzgebungskalender. NOBLE nannte vier konkrete Bestimmungen als Grundlage für die Unterstützung: erweiterte Regulierungspflichten für Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte, gestärkte Beschlagnahmerechte, neue Transparenzanforderungen sowie Aufsichtsregeln für sogenannte digitale Asset-Kiosks.
Besonders bedeutsam ist, dass NOBLE dem Argument entgegentrat, das Gesetz könnte bestehende Strafverfolgungslücken schaffen. Die Organisation betonte ausdrücklich, dass das Gesetz in seiner aktuellen Fassung keine bestehenden bundesrechtlichen Strafvorschriften verändert. Geldwäsche, nicht lizenzierte Geldübermittlung, Verschwörung sowie Sanktionsdurchsetzung bleiben demnach vollständig erhalten. Die Advocacy-Gruppe Stand With Crypto, die nach eigenen Angaben mehr als 2,6 Millionen US-amerikanische Unterstützer repräsentiert, bezeichnete NOBLE als erste große Strafverfolgungsorganisation, die sich öffentlich hinter den CLARITY Act gestellt hat. Diese Einordnung ist politisch relevant, weil ein solches Votum demokratischen Senatoren, die besonders auf den Erhalt von Strafverfolgungskompetenzen pochen, politische Rückendeckung verschafft.
Major County Sheriffs ziehen Opposition zurück
Die Major County Sheriffs of America, deren Mitglieder Behörden mit mindestens 700 Mitarbeitern vertreten und insgesamt mehr als 130 Millionen US-Bürger abdecken, schrieb am 3. Juli 2026 an den Vorsitzenden des Senats-Bankenausschusses Tim Scott sowie an die Ausschussranglistenführerin Elizabeth Warren. Auslöser für die Positionsänderung war Abschnitt 604 des Gesetzes, der sogenannte Blockchain Regulatory Certainty Act. Dieser Abschnitt sieht Haftungsschutz für Blockchain-Entwickler und Dienstleister vor, die keine Kontrolle über digitale Vermögenswerte ausüben.
Die MCSA erklärte, dass Gespräche rund um diesen Abschnitt Klarheit darüber geschaffen hätten, wie die Regierung die Bestimmung interpretiert und umzusetzen plant. Gleichzeitig hielt die Organisation fest, dass weiteres Potenzial zur Stärkung des Gesetzes vorhanden sei, um sowohl verantwortungsvolle Innovation als auch die Bedürfnisse staatlicher und lokaler Strafverfolgungsbehörden zu berücksichtigen. Formal handelt es sich nicht um eine Zustimmung, sondern um eine Enthaltung.
Politische Tragweite für die Senatsdebatte
Für den CLARITY Act sind im US-Senat 60 Stimmen für eine Abstimmung im Plenum notwendig. Der Rückzug eines organisierten Gegners, der Millionen von Bürgern repräsentiert, hat deshalb konkretes prozedurales Gewicht. Die beiden Entwicklungen innerhalb von 72 Stunden deuten darauf hin, dass aktive Lobbyarbeit der Gesetzgebungsbefürworter Wirkung zeigt und dass der Gesetzgebungsprozess in eine entscheidende Phase eintritt.



