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Senat stimmt für Einschränkung von Trumps Iran-Befugnissen: Öl, Aktien und Bitcoin reagieren kaum

Historische Abstimmung ohne Marktrelevanz

Die Resolution ist die erste ihrer Art, die beide Kammern des Kongresses passiert hat. Dennoch behandelten Händler das Ergebnis als reine Formsache. Der US-iranische Waffenstillstand, der die Straße von Hormus wieder geöffnet und die Ölpreise von ihren kriegsbedingten Höchstständen zurückgebracht hatte, liegt bereits Wochen zurück. Aktien und Rohöl hatten auf diese Entspannung längst reagiert, bevor der Senat abstimmte.

Vier Republikaner brachen mit ihrer Partei: Bill Cassidy, Susan Collins, Lisa Murkowski und Rand Paul unterstützten die Resolution. Der einzige Demokrat, der dagegen stimmte, war Senator John Fetterman. Das Weiße Haus wies das Ergebnis als bedeutungslos zurück. Ein Regierungsvertreter erklärte gegenüber CNN: „Concurrent resolutions do not go to the president and have no force of law.“ Da es sich um eine sogenannte Concurrent Resolution handelt, wird sie dem Präsidenten nicht zur Unterzeichnung vorgelegt und entfaltet keine Rechtswirkung. Bereits 2020 hatte der Senat nach dem Soleimani-Anschlag eine bindende Iran-Resolution verabschiedet, die Trump damals per Veto ablehnte.

Bitcoin reagiert kaum, folgt eigener Dynamik

Bitcoin, das von Teilen der Krypto-Szene regelmäßig als geopolitische Absicherung vermarktet wird, zeigte keine nennenswerte Reaktion auf die Senatsabstimmung. BTC handelte am Mittwoch bei rund 62.667 US-Dollar, ein Rückgang von etwa 2,5 Prozent innerhalb von 24 Stunden. Die jüngste Kursentwicklung folgte kryptointernen Belastungsfaktoren und nicht den politischen Ereignissen in Washington.

US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten einen Rekord von 13 aufeinanderfolgenden Handelstagen mit Mittelabflüssen, durch die insgesamt rund 4,4 Milliarden US-Dollar aus den Fonds abgezogen wurden. Es war die längste Abfluss-Serie seit dem Start dieser Produkte im Januar 2024. BlackRocks IBIT, der größte Bitcoin-ETF, verlor in seiner bisher schwächsten Woche rund 980 Millionen US-Dollar. Zusätzlichen Druck erzeugt eine US-Notenbank, die sich mit Zinssenkungen Zeit lässt. Bitcoin notiert aktuell bei etwa der Hälfte seines Allzeithochs von rund 126.000 US-Dollar, das zuletzt im Oktober erreicht wurde.

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Das Safe-Haven-Narrativ steht unter Druck

Das Kursverhalten der vergangenen Monate stellt die oft wiederholte These infrage, Bitcoin sei ein sicherer Hafen in geopolitischen Krisenzeiten. Während der US-Angriffe auf den Iran fiel BTC gemeinsam mit Aktien, anstatt wie Gold zu steigen. Ein ähnliches Muster zeigte sich bereits im Februar 2022: Als Russland in die Ukraine einmarschierte, verlor Bitcoin an einem einzigen Tag rund 8 Prozent, bevor es sich wieder erholte. Für die weitere Kursentwicklung dürfte weniger die Politik in Washington entscheidend sein als die Frage, ob sich die ETF-Zuflüsse wieder erholen und wie sich das Zinsumfeld entwickelt.

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